- Antje Flemming
- Sandy Fredrich
- Christine Hecht
- Elske Hildebrandt
- Cornelia Hinz
- Susan Ilte
- Monika Kilian
- Caroline Lange
- Conny Neubert
- Katrin Toptschian
- Mandy Wolf
Antje Flemming (Leiterin der evangelischen Kita „Schatzkiste“, Erzieherin, Gebrauchswerberin)
Der Lebensweg von Antje Flemming ist eng mit der Geschichte ihrer Mutter verbunden, die über 4 Jahrzehnte als „Gemeindeschwester Gisela“ eine Institution im Ort war. Inspiriert vom Vorbild dieser tatkräftigen energischen Frau setzt sich Antje Flemming als Leiterin der evangelischen Kita „Schatzkiste“ leidenschaftlich für die ihr anvertrauten Kinder und das gesamte Team ein. Ihr Handeln ist geprägt von dem tiefen Wunsch, einen Ort der Geborgenheit und der individuellen Entfaltung für Kinder zu schaffen.
Aufgewachsen in einem christlich geprägten Elternhaus in Woltersdorf, konnte Antje Flemming ihren frühen Wunsch, Lehrerin zu werden, nicht verwirklichen. Sie ließ sich jedoch nicht entmutigen und erlernte zunächst den Beruf der Gebrauchswerberin. Nach der Wende eröffnete sich ihr die Möglichkeit, neue Wege zu gehen. Sie arbeitete unter anderem im Seminarbereich eines Bildungszentrums und engagierte sich ehrenamtlich in der Kita-Betreuung ihrer eigenen Kinder. In dieser Tätigkeit entdeckte sie ihre eigentliche Berufung: die Arbeit mit Kindern und Familien.
Seit 2017 leitet sie die evangelische Kita „Schatzkiste“. Von Beginn an war es ihr Herzensanliegen, Kindern einen Raum zu bieten, in dem sie sich sicher fühlen und ihre individuellen Stärken entfalten können. Besonders wichtig ist ihr dabei die Verbindung von christlichen Werten mit dem pädagogischen Bildungsauftrag. Für sie bedeutet christliche Bildung, jedes Kind als einzigartiges Geschöpf Gottes zu sehen und es auf seinem Weg einfühlsam zu begleiten – jedes Kind ein Schatz, im wahrsten Sinne des Wortes.
Der im vergangenen Jahr verabschiedete „Brandenburger Bildungsplan“, der die individuelle Förderung der Kinder, die enge Zusammenarbeit mit Familien sowie die ganzheitliche Bildung betont, entspricht ihrer Überzeugung: Kinder sollen lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ihren Weg selbstbewusst zu gehen. Dafür setzt sie sich engagiert ein und kämpft für die notwendigen Rahmenbedingungen, wie etwa einen angemessenen Personalschlüssel.
Wir sind überzeugt: Ihr Wirken ist ein Geschenk für die Gemeinde und ein inspirierendes Beispiel dafür, wie christliche Werte und moderne pädagogische Konzepte gemeinsam die Entwicklung unserer Kinder fördern.
Sandy Fredrich (Kaufmännische Vorständin HSW Woltersdorf, Betriebswirt)
Im Gespräch mit Sandy Fredrich wird sofort ihre Herzlichkeit und Energie spürbar. Seit mehr als dreißig Jahren gestaltet sie gemeinsam mit ihrem Ehemann die Entwicklung eines mittelständischen Handwerksbetriebs in Woltersdorf mit. Das Unternehmen ist aktuell Arbeitgeber für 75 Mitarbeitende, davon 13 Auszubildende, und bietet umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Heizung, Sanitär, Klima und Smart Home an.
In dieser Zeit lernte sie das Unternehmen in all seinen Facetten kennen und entwickelte sich von der Sachbearbeiterin über die Leitung des Kundendienstes und die kaufmännische Leitung bis hin zu ihrer heutigen Position als Kaufmännische Vorständin. In dieser Rolle steuert sie seit 2024 die strategische und operative Ausrichtung des Unternehmens. Als Unternehmerin ist es ihr ein zentrales Anliegen, dem Betrieb eine zukunftsfähige Perspektive zu sichern und ein verlässlicher Arbeitgeber für Mitarbeitende, Auszubildende und deren Familien zu sein. Ihr soziales Engagement zeigt sich in vielen Initiativen – z.B. im Projekt Schulbauwunder in Woltersdorf, der Förderung diverser Sportvereine und in Kooperationen mit zahlreichen sozialen Trägern.
In einem traditionell männlich geprägten Umfeld behauptet sich Sandy Fredrich, indem sie Herausforderungen offen und entschlossen annimmt und Widerständen mit Tatkraft begegnet. Ihr Motto „Machen, anpacken“ lebt sie auch als Mitglied des Berufsbildungsausschusses der Handwerkskammer und als geschäftsführende Vorständin des Fachverbands Sanitär/Heizung/Klimatechnik im Land Brandenburg. In diesen Funktionen wirkt sie weit über das eigene Unternehmen hinaus, fördert die Vernetzung mit anderen Akteuren und initiiert gemeinsame Projekte, beispielsweise zur Digitalisierung im Handwerk. Ihr Tipp für Frauen: Chancen ergreifen, sich nicht von Widerständen entmutigen lassen, aktiv Netzwerke aufbauen und voneinander lernen.
Von der Gemeinde Woltersdorf wünscht sie sich mehr Initiativen zur Begegnung und Vernetzung für die Unternehmen und Gewerbetreibenden im Ort, um gemeinsame Potenziale zu erkennen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.
Christine Hecht (ehemalige Grundschullehrerin in Woltersdorf)
Wer Christine Hecht begegnet, erlebt eine Persönlichkeit, die Offenheit und Tatkraft ausstrahlt. Als ehemalige Grundschullehrerin hat sie seit 1975 Generationen von Schülerinnen und Schülern in Woltersdorf begleitet, gefördert und geprägt. Ihr Beruf war für sie weit mehr als eine Aufgabe – er war Leidenschaft und Berufung zugleich. Mit Herz und Verstand hat sie Kinder auf ihrem Weg unterstützt und stets deren individuelle Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt. Die enge Zusammenarbeit mit Horterzieherinnen und der respektvolle Dialog mit Eltern waren für sie selbstverständlich. Begegnet sie heute ihren früheren Schützlingen erfüllt sie das mit Freude und ruft zahlreiche Erinnerungen an die schönen Momente des Schulalltags wach.
Auch nach dem Ende ihres aktiven Berufslebens ist Christine Hecht an vielen Orten des sozialen Lebens in Woltersdorf anzutreffen. Als Mitbegründerin des Schulfördervereins engagiert sie sich weiter für Kinder, die besondere Unterstützung benötigen und bietet gezielte Betreuung sowie Hausaufgabenhilfe an. Ihr Wirken reicht jedoch weit über die Schule hinaus: Seit vielen Jahren setzt sie sich als Wahlhelferin in der Gemeinde ein, engagiert sich zudem seit 2011 in der Regionalgruppe Eisenhüttenstadt – Frankfurt/Oder des Vereins „Solidarität International“ und sammelt Spenden, um Kindern aus Weißrussland neue Perspektiven und Erholung zu ermöglichen. Für sie zählen nicht nur die konkreten Hilfen, sondern auch die persönlichen Begegnungen – über Landesgrenzen hinweg.
In der Volkssolidarität unterstützt Christine Hecht heute acht Menschen, die auf nachbarschaftliche Hilfe angewiesen sind. Sie informiert über Veranstaltungen, hilft bei Behördengängen und Alltagsfragen und übernimmt den Fahrdienst, da wo eigene Mobilität nicht mehr möglich ist. Woltersdorf ist für die gebürtige Hallenserin seit mehr als 50 Jahren ihr Zuhause – sie liebt die Schönheit des Ortes mit seiner ruhigen Lage und den Seen, die Lebensqualität und die gewachsenen Strukturen in der Gemeinde.
Christine Hecht steht beispielhaft für bürgerschaftliches Engagement – für all jene, die ohne offizielles Amt, aber mit Initiative und Beständigkeit den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken. Ihr Wirken zeigt: Kontinuität und Einsatzfreude sind die stillen Kräfte, die unser Miteinander tragen.
Elske Hildebrandt (Abgeordnete des Brandenburger Landtages, Mitglied der Gemeindevertretung Woltersdorf, Archäologin)
Mit Begeisterung, Mut und beeindruckender Ausdauer setzt sie sich für soziale Gerechtigkeit und ihr Herzensthema Bildung ein. Aufgewachsen in einem liberalen, christlich geprägten Elternhaus in Ostberlin, entwickelte Elske Hildebrandt schon früh ein feines Gespür für gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Verantwortung. Gemeinsam mit ihrer Schwester, einer Professorin für frühkindliche Bildung, baute sie in der Region die Sprachberatung zur Förderung der sprachlichen Kompetenzen von Kindern auf, entwickelte innovative Materialien wie die „Hosentaschendialoge“ und rief mit ihrem Mann einen eigenen Verlag ins Leben. Seit 2004 lebt die Familie in einem Mehrgenerationenhaus in Woltersdorf.
Die Flüchtlingskrise war ihr persönlicher politischer Moment: Elske Hildebrandt brachte sich aktiv in Unterstützernetzwerken ein und wurde parteipolitisch tätig. Seit 2019 vertritt sie als Abgeordnete im Brandenburger Landtag konsequent das Thema frühkindliche Bildung, versucht unterschiedliche Interessen zusammenzubringen, kreative Lösungen zu finden und steht mutig für ihre Überzeugungen ein. Ihr Wunsch: Dass aus vielen kleinen Schritten manchmal auch große Veränderungen erwachsen. Der neue Brandenburger Bildungsplan, an dessen Verabschiedung sie maßgeblich mitwirkte, ist ein solcher Meilenstein.
Auch auf kommunaler Ebene engagiert sich Elske Hildebrandt mit Leidenschaft: als Co-Vorsitzende der SPD-Ortsgruppe, als Mitglied der Gemeindevertretung und im Sozialausschuss. Ihr Anliegen ist es, Räume und Angebote zu schaffen, die dem sozialen Zusammenhalt, der Kultur und der Bildung dienen – unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.
Elske Hildebrandt gelingt es, kommunale und landespolitische Themen miteinander zu verbinden. Sie vereint hohe Fachkompetenz, Bürgernähe und ausgeprägte Kommunikationsstärke – eine Balance, die sie tagtäglich meistert. Während in der Gemeinde das direkte Gespräch und die Lösung vor Ort zählen, ist die Landespolitik strategisch geprägt. In beiden Bereichen spüren die Menschen ihre Energie und das aufrichtige Interesse, die Lebensbedingungen zu verbessern – eine Haltung, in der sie ganz die Tochter ihrer Mutter ist.
Cornelia Hinz (Pfarrerin der Ortskirchen Woltersdorf und Rüdersdorf, Gemeindepädagogin, Bankkauffrau) …Dich schickt der Himmel…
Mit Cornelia Hinz begrüßen wir ein neues Gesicht in unserer Gemeinde. Seit Beginn des Jahres bereichert sie als Pfarrerin die Ortskirchen in Woltersdorf und Rüdersdorf. In diesen Tagen begegnet man ihr vielerorts in den Gemeinden – stets offen, herzlich und mit spürbarem Interesse für die Menschen, denen sie begegnet.
Cornelia Hinz wuchs in Wildau auf, in einem Elternhaus, das wenig religiös geprägt war. Ihren eigenen Zugang zur Kirche fand sie durch das Singen im Chor und die Gemeinschaft der Jungen Gemeinde. Ein engagierter Chorleiter wurde ihr zum Vorbild und inspirierte sie dazu, Gemeindepädagogik zu studieren. Besonders schätzt sie an diesem Berufsfeld den lebendigen, praxisnahen Zugang zum Glauben und zu den Lebenswelten der Menschen.
Über ein Jahrzehnt war sie in Brieselang/Falkensee und Berlin in der Gemeindearbeit tätig. Neben organisatorischen und konzeptionellen Aufgaben galt ihre Leidenschaft der Kinder- und Jugendarbeit. Sie initiierte zahlreiche Projekte, die junge Menschen für das kirchliche Leben und das Miteinander begeistern. Durch die weiterführende Ausbildung zur Pfarrerin konnte sie ihre gemeindepädagogischen Kompetenzen vertiefen und um die spezifischen Anforderungen des pastoralen Dienstes erweitern. Das Angebot der Pfarrstelle in der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde an Löcknitz und Spree hat sie voller Freude angenommen.
Cornelia Hinz ist sich der Herausforderungen bewusst, denen sich die Kirche heute stellt: den Menschen nahe zu sein, zeitgemäße Antworten auf drängende Fragen zu finden und verlässliche Unterstützung zu bieten. Für sie bedeutet das Amt der Pfarrerin vor allem, aufmerksam zuzuhören, offen für Gespräche zu sein und auch kritische Themen ehrlich anzusprechen.
Sie versteht Kirche als gemeinschaftliches Projekt, zu dem alle eingeladen sind, sich mit ihren Fähigkeiten einzubringen – eine „Mitmachkirche“ (Zitat: Robert Brinkmann), in der Offenheit und Mitmenschlichkeit gelebt werden. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt ihr besonders am Herzen und wird einen wichtigen Schwerpunkt ihres Wirkens bilden.
Susan Ilte (Grundschullehrerin Grundschule am Weinberg, Diplom- Sozialpädagogin, Maschinistin für Tagebaugroßgeräte)
Wer Susan Ilte begegnet, spürt ihre herzliche und offene Art. Sie ist eine Frau, die zuhört, hinschaut und zugewandt auf die Menschen in ihrer Umgebung eingeht.
Nach ihrer Kindheit in der Lausitz und der Ausbildung zur Maschinistin für Tagebaugroßgeräte fand sie über Umwege zum Studium der Sozialpädagogik in Neubrandenburg und Dresden.
Seit 2003 lebt sie mit Ihrem Mann und 2 Kindern in Woltersdorf. Seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet Susan Ilte das Leben vieler junger Menschen und deren Familien – erst in der stationären Jugendhilfe für bis zu 12-jährige Kinder in Berlin, vor 6 Jahren wechselte sie im „Quereinstieg“ als Grundschullehrerin an die Grundschule am Weinberg in Woltersdorf.
Susan Ilte liebt ihren Beruf und die Arbeit mit den Kindern. Als Klassenleiterin gelingt es ihr, stabile Beziehungen zu den Kindern aufzubauen, angemessen zu fördern und zu fordern, und die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes aufmerksam zu verfolgen. Ihr Ziel ist es, dass Kinder gerne zur Schule kommen, ihre Stärken kennen und weiterentwickeln. Dabei ist ihr wichtig, auch Konflikte zeitnah anzusprechen, Lösungen zu suchen und sich selbstkritisch zu reflektieren – stets getragen von der Überzeugung: „Es gibt immer eine Lösung.“
Ihr Engagement endet jedoch nicht an den Schultoren. Als sachkundige Einwohnerin im Sozialausschuss unterstützte sie bis Ende 2025 die Gemeinde, als Lehrerin greift sie Initiativen wie den „Zug der Demokratie“ oder die Pflege von Stolpersteinen am Gedenktag auf und integriert demokratiestärkende Themen in den Unterricht. Susan Ilte verfolgt die Entwicklung von Woltersdorf mit wachen Augen: Sie freut sich über die kulturelle Vielfalt und die Angebote des Sportvereins, benennt aber auch Herausforderungen – z.B., dass die derzeitige Internetanbindung der Schule die Nutzung von Laptops im Unterricht nur bedingt ermöglicht oder der Eindruck, dass die Gemeindevertretung von einer z.T. respektvolleren Kommunikation untereinander noch mehr profitieren könnte.
Mit ihrer Haltung, ihrem Engagement und ihrer Lebensfreude ist Susan Ilte ein Vorbild – sie zeigt, wie man mit Klarheit, Empathie und Zuversicht das Miteinander stärkt und Zukunft gestaltet.
Monika Kilian (Mitglied der Gemeindevertretung Woltersdorf, ehrenamtliche Vorsitzende des AWO-Orts-/Kreis- und Bezirksverbandes, Sozialwirtin, Kindergärtnerin, Kita-Leiterin)
Seit mehr als 50 Jahren prägt die gebürtige Dresdnerin Monika Kilian das soziale und politische Leben in Woltersdorf. Als langjährige Kita-Leiterin hat sie die Entwicklung unserer jüngsten begleitet und als Fachberaterin in der Nachwendezeit, die Kommunen zum Erhalt der Kitas beraten. Ihr besonderes Augenmerk gilt seitdem den Interessen von Kindern und älteren Menschen – zwei Gruppen, deren Bedürfnisse sie in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Seit 1990 engagiert sich Monika Kilian als Mitglied der Gemeindevertretung Woltersdorf. Sie setzt sich kontinuierlich für soziale Themen ein, wie z.B. die Weiterentwicklung der Kitas, und kämpft dafür, dass Kinder beste Bildungschancen erhalten. Unter anderem hat sie für den Bau der FAW-Schule gestimmt, der es Woltersdorfer Schülerinnen und Schülern seit 2009 ermöglicht, das Abitur abzulegen – damals ein bedeutender Schritt für die Bildungslandschaft des Ortes.
Als ehrenamtliche Vorsitzende des AWO-Orts-/Kreis- und Bezirksverbandes organisiert sie Hilfsangebote und schafft Strukturen, die soziale Teilhabe und Unterstützung im Alltag ermöglichen. Sie achtet darauf, dass niemand in schwierigen Lebenslagen allein gelassen wird und setzt sich für ausgleichende Lösungen bei sozialen Härtefällen ein. Als Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses bringt sie unterschiedliche Menschen und Interessen zusammen, um Bauprojekte, wie z.B. den Schulneubau und Projekte zum Wohnungsbau, voranzubringen.
Monika Kilian ist überzeugt, dass jeder Mensch einen Beitrag leisten kann – und dass es die Gemeinschaft ist, die den Ort lebendig macht. Nach Jahrzehnten in der Kommunalpolitik blickt sie trotz aller Herausforderungen mit Zufriedenheit und Stolz auf Woltersdorf, das seinen Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Lebensqualität und ein auf sozialen Ausgleich bedachtes Zusammenleben bietet. Für die Zukunft wünscht sie sich in der Gemeindevertretung mehr Offenheit für neue Ideen, kooperative Ansätze, da wo alleiniges Handeln nicht möglich ist und vor allem einen respektvollen Umgang miteinander.
Monika Kilian versteht Politik als Dienst an der Gemeinde und seinen Menschen und verkörpert mit ihrer lebenslangen „Berufung“ etwas, was wir heute im besten Sinne nachhaltig nennen. Ihr Wirken ist ein leiser, aber beständiger Puls im Alltag Woltersdorfs – und eine Einladung, sich selbst für die Gemeinschaft einzubringen.
Caroline Lange (Hauptbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf, Rettungssanitäterin, Hausmeisterin der evangelischen Kita)
Seit ihrer Kindheit ist Caroline Lange fest in der Region verwurzelt, lebt mit ihrem Mann in Woltersdorf (hat anfänglich die Alte Schule bis zur 4. Klasse besucht) und ist seit mehr als 25 Jahren engagiertes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Im elterlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieb lernte sie früh den Umgang mit Baugeräten und -maschinen, doch ihr eigentliches Element fand sie im Helfen: Bereits in der Schulzeit engagierte sie sich bei den Johannitern, wurde später Rettungssanitäterin und folgte ihrem Bruder zur Freiwilligen Feuerwehr – ein Schritt, der für ihr Leben bis heute wegweisend ist.
Als eine von zehn Frauen unter rund fünfzig Einsatzkräften ist Caroline Lange eine tragende Säule der Kameradschaft. Die Gemeinschaft, das Vertrauen und die gemeinsame Verantwortung, Menschen in Not zu helfen, sind für sie Antrieb und Ausgleich zugleich. Fast 200 Einsätze der FFW im Jahr 2025, zahlreiche besondere Erlebnisse als Kameradin und Zugführerin – Caroline Lange weiß, was es heißt, in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und das Wohl der Betroffenen im Blick zu behalten. Besonders am Herzen liegt ihr, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr Rücksicht nehmen, wenn Feuerwehr und Rettungsdienst mit Sondersignalen unterwegs sind – denn jede Minute zählt.
Im Hauptberuf hat sie ihre „Berufung“ in der evangelischen Kita „Schatzkiste“ gefunden. Als Hausmeisterin sorgt sie für ein funktionierendes Umfeld in Haus und Garten, montiert Möbel, repariert Dinge aller Art, schleppt Erde für den Garten – kurzum, packt an, wo Hilfe gebraucht wird. Sie unterstützt das Team mit Tatkraft und Zuverlässigkeit, auch wenn in der Betreuung der Gruppen einmal „Not an der Frau“ ist. Ihren Ausgleich findet sie im eigenen Garten, wo sie Kraft schöpft für die vielfältigen Aufgaben zwischen Einsatz, Beruf und Ehrenamt.
Caroline Lange steht für eine Haltung des gemeinschaftlichen Miteinanders und der Zuversicht. Sie lebt vor, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung für das Gemeinwesen sind. Ihr Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr und ihr Einsatz im Alltag machen sie zu einer Persönlichkeit, die das solidarische Zusammenleben in der Gemeinde bereichert.
Conny Neubert (Vorsitzende des SV 1919 Woltersdorf, Mitarbeiterin in der Verwaltung beim Pflegedienst Mensch & Mehr, IT-Systemkauffrau)
Mit über 1.000 Mitgliedern in 9 Abteilungen bildet der SV 1919 Woltersdorf das lebendige Zentrum unserer Gemeinde. Der Verein ist nicht nur ein Ort für sportliche Aktivitäten, sondern steht für gelebten Teamgeist und generationsübergreifenden Zusammenhalt. Seit 2023 wird der Verein erstmals von einer Frau geführt: Conny Neubert steht an der Spitze des ehrenamtlichen, sechsköpfigen Vorstandes – und gestaltet das Vereinsleben mit Tatkraft und Pragmatismus.
Nach ihrer Kindheit in Guben und Jugend in Bayern kehrte Conny Neubert nach ihrer Ausbildung zur IT-Systemkauffrau bei der Deutschen Telekom zurück in ihre Heimatregion. Ihre Begeisterung für IT und der offene Umgang mit Menschen prägen sowohl ihre beruflichen Stationen als auch ihr ehrenamtliches Engagement. Seit 2019 bringt sie im Pflegedienst „Mensch und Mehr“ organisatorisches Talent und Empathie zusammen – Fähigkeiten, die auch ihre Arbeit im Sportverein maßgeblich beeinflussen.
Ihr Weg zum SV Woltersdorf begann zunächst als engagierte Mutter ihres fußballbegeisterten, damals 4-jährigen, Sohnes. Seit 2018 ist sie Teil des Vorstandes, seit 2023 leitet sie den Verein. Gemeinsam mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern koordiniert sie die Vereinsarbeit, betreut die Korrespondenz mit Trainerinnen und Trainern, organisiert Sitzungen, plant die Hallenbelegung und sorgt für die finanzielle Absicherung des Vereinslebens. Fördermittelakquise, Jahresplanung sowie die enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen und der Gemeinde gehören ebenfalls zu ihrem vielfältigen Aufgabenbereich.
Für Conny Neubert ist der SV Woltersdorf weit mehr als ein Sportverein – er ist ein echtes Familienprojekt. Ihr Ehemann und ihre drei Kinder engagieren sich als Trainer, das Vereinsleben ist fest im Familienalltag verankert. Das Vertrauen und die Anerkennung der Mitglieder, das enge miteinander im Vorstand und die breite Vernetzung im Ort geben ihr Energie und Motivation für dieses intensive Ehrenamt.
Die konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde und die finanzielle Unterstützung in herausfordernden Zeiten weiß sie sehr zu schätzen. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass noch mehr Eltern als Übungsleiter aktiv werden und das Vereinsleben ihrer Kinder aktiv mitgestalten.
Conny Neubert, zeigt eindrucksvoll, wie viel bewirkt werden kann, wenn Menschen Verantwortung übernehmen – ganz ohne großes Aufheben, aber mit nachhaltiger Wirkung für die Gemeinschaft.
Katrin Toptschian (Diplompädagogin, Forschungsassistentin für Wissenschafts- und Projektmanagement)
Kulturmanagerin, Netzwerkerin, Initiatorin – Katrin Toptschian ist eine Persönlichkeit, die mit großer Energie, Kreativität und Beharrlichkeit das kulturelle Leben in Woltersdorf prägt.
Aufgewachsen in Berlin-Treptow, nutzte sie die Chancen der Nachwendezeit in Berlin, um innovative Wege im sozialen und kulturellen Bereich zu gehen. Sie gründete Vereine, etablierte Beratungsstellen und initiierte zahlreiche Projekte der Kinder- und Jugendarbeit. Als Geschäftsführerin von Kinderring e.V. verantwortete sie unter anderem die Organisation von Ferienlagern und Sommercamps.
Mit ihrem Umzug nach Woltersdorf im Jahr 2005 brachte Katrin Toptschian nicht nur ein beeindruckendes Netzwerk, sondern auch eine Vielzahl frischer Ideen mit. Die Gründung des Kulturvereins Alte Schule e.V. im Jahr 2011 markiert einen Meilenstein: Unter ihrer Leitung wurde die ehemalige Dorfschule zu einem lebendigen Zentrum für Kultur, in dem Konzerte, Ausstellungen und Lesungen ebenso ihren Platz finden wie vielfältige Gesprächsformate, die das gesellschaftliche Miteinander stärken. Sie versteht es, Räume zu schaffen, in denen Menschen unabhängig von Alter oder Herkunft zusammenfinden und gemeinsam gestalten können.
Mit Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen greift Katrin Toptschian aktuelle Themen auf und ermutigt andere, sich aktiv einzubringen. Sie ist Motor, Impulsgeberin und Vorbild – etwa in der Zusammenarbeit mit Schulen beim „Zug der Demokratie“ oder bei Integrationsprojekten mit Geflüchteten. Für das 100-jährige Jubiläum der Woltersdorfer Straßenbahn bildete sie 50 Kinder zu Kinderstadtführern aus, die Gäste durch den Ort begleiteten. Inzwischen reicht ihr Engagement weit über die Alte Schule hinaus. Als „Katharina, die Wäscherin vom Kalksee“ organisiert sie gemeinsam mit dem Heideläufer historische Ortsführungen, ist Co-Leiterin eines Keramikateliers, gestaltet Radiobeiträge beim Woltersdorfer Radio und unterstützt das Heimatmuseum im Verschönerungsverein.
Katrin Toptschian hat Woltersdorf kulturell vielfältiger und lebendiger gemacht. Sie zeigt eindrucksvoll, wie viel eine Einzelne bewegen kann, wenn Energie, Ideenvielfalt und Tatkraft aufeinandertreffen. So wird Kultur zum Lebensnerv und zu einer wertvollen Ressource für die zukunftsfähige Entwicklung des Ortes.
Mandy Wolf (Leitung Abteilung Showdance im SV 1919 Woltersdorf, Pädagogin und Erzieherin)
Mandy Wolf ist eine Frau, die mit Leidenschaft, Klarheit und Herz das Leben vieler junger Menschen prägt. Seit 2000 lebt sie in Woltersdorf, mit ihren zwei erwachsenen Söhnen bildet sie eine Wohngemeinschaft. Ihr beruflicher Weg führte sie von der Ausbildung zur Erzieherin in die stationäre Jugendhilfe, aktuell begleitet sie junge Menschen in einer Mädchen-Wohngruppe.
Doch ihre eigentliche Leidenschaft gehört dem Tanz – eine Begeisterung, die sie als kleines Mädchen zur rhythmischen Sportgymnastik in Berlin gebracht hat. Mit 19 Jahren übernahm Mandy Wolf ihre erste eigene Trainingsgruppe. Mit großem Engagement und pädagogischem Feingefühl förderte sie zahlreiche Talente, von denen eine Sportlerin sogar als Teamkapitänin die Nationalmannschaft nach Baku führte. Ab 2011 baute sie die Abteilung Showdance im SV Woltersdorf auf und prägt diese seitdem nachhaltig. Unter ihrer Leitung feierte die Tanzgruppe zahlreiche Erfolge, darunter die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften, der Gewinn des Vizemeistertitels beim Deutschland-Cup und bei den Deutschen Meisterschaften. Ein besonderer Höhepunkt war die „Production“ bei der WM 2024 in Riesa, an der alle 52 Mitglieder der Abteilung – im Alter von 6 bis 51 Jahren – teilnahmen und gemeinsam den dritten Platz erreichten. Heute tanzen im SV Woltersdorf 52 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, betreut von sieben Trainerinnen, die sie aus den eigenen Reihen entwickelt hat. Liebevoll wird sie von ihren Tänzerinnen als „Königin“ bezeichnet, doch sie sieht sich vor allem als Teil einer Gemeinschaft, in der jede und jeder zählt.
Für Mandy Wolf ist Tanzen mehr als Bewegung: Es vermittelt Werte wie Teamgeist, Disziplin, Selbstorganisation und Verantwortung. Junge Menschen lernen, ihren Platz in einer Gruppe zu finden und Freundschaften zu schließen, die weit über die aktive Zeit hinaus Bestand haben.
Ihr Erfolgsrezept? Klare Kommunikation, gepaart mit Herzlichkeit, Zuversicht und Ermutigung. Sie wünscht sich, dass Eltern die Leistungen ihrer Kinder weiter unterstützen, z.B. durch die Begleitung zu Wettkämpfen und dass in der Gemeinde der Stolz auf die erfolgreiche Tanzabteilung und das ehrenamtliche Engagement sichtbare Anerkennung finden. Mandy Wolf inspiriert – als Pädagogin, Trainerin und Mensch, der mit Leidenschaft und Offenheit Brücken baut und Perspektiven eröffnet – in und für Woltersdorf!
